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Auftakt 2019

EUROPA.ERINNERUNG.ZUKUNFT

EUROPA.ERINNERUNG.ZUKUNFT

AUFTAKTVERANSTALTUNG

ZU DEN AKTIONSTAGEN POLITISCHE BILDUNG

unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen

Mittwoch, 24. April 2019, 14:30 Uhr / Rittersaal im Landtag Steiermark

Wie können wir Österreichs Rolle in Europa reflektieren? Was hat sich vor allem seit dem Votum für den EU-Beitritt an dieser Rolle Österreichs verändert?

Wie sehen Österreicherinnen und Österreicher (Lehrpersonen, Studierende, Schülerinnen und Schüler) die Zukunft – Stichwort: „Europa in 25 Jahren“?

Die Auftaktveranstaltung zu den „Aktionstagen Politische Bildung“ unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen nimmt das 25-jährige Jubiläum zur Volksabstimmung zum EU-Beitritt zum Anlass, um historische und aktuelle Blicke auf „Europa“ zu werfen und Zukunftsszenarien mit Schülerinnen und Schülern, Studierenden und Lehrenden zu entwerfen.

PROGRAMM

Musikalischer Beginn und Grußworte

Vortrag: „Europa – Zukunft braucht Erinnerung“

Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr.phil. Anita ZIEGERHOFER, Karl-Franzens-Universität Graz

Workshops mit abschließender Podiumsdiskussion

Einladung zum Buffet

Workshop-Leiterinnen:

Richard GIEFING, Jus-Student an der KF Uni Graz, derzeit Praktikant im Steiermark-Büro in Brüssel und Mitglied der Europäischen Föderalisten Steiermark

Mag. Peter KURRI, Projektmanagement (Schwerpunkt Berufschul-Workshoptour  „EUROPA #wasistjetzt“) und wissenschaftlicher Mitarbeiter / Österreichische Gesellschaft für Europapolitik, Wien

Mag.a Tina OBERMOSER, Europe Direct Steiermark, Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 9

Mag. Stefan RIEDL, Historiker, Reiseführer, Diplomatische Akademie, Partei-Referent für Außen- und Europapolitik, 2010 Praktikant in der Europäische Kommission, bis 2014 Assistent im Europäischen Parlament

Mag. Thomas STIEGMAIER, Flughafen Wien, früher: Assistent von Evelyn Regner im EP in Brüssel und wissenschaftlicher Mitarbeiter, Österreichische Gesellschaft für Europapolitik, Wien

ZUM VORTRAG:

Vor 25 Jahren stimmten die ÖsterreicherInnen mehrheitlich für den Beitritt zur EU. Aus diesem Anlass soll ein kurzer Blick auf die Vorläufer der EU geworfen und der Anteil Österreichs am europäischen Integrationsprozess aufgezeigt werden. Schließlich wird Österreichs Rolle als Mitgliedstaat der EU kritisch beleuchtet. Darauf aufbauend können Visionen für ein weiterhin friedliches und buntes Zusammenleben in der EU entworfen werden – denn Zukunft braucht Erinnerung.

Geleitworte zu den Aktionstagen Politische Bildung

Die diesjährigen Aktionstage Politische Bildung stehen unter dem Leitwort „Europa – Zukunft braucht Erinnerung“. Erinnerung trägt wesentlich dazu bei, die eigene Identität auszuprägen und darauf aufbauend einen Weg in eine gelingende Zukunft zu gehen. Vor 25 Jahren haben wir Österreicherinnen und Österreicher mit unserem „Ja“ in der Volksabstimmung über den Beitritt zur Europäischen Union eine besondere Etappe auf diesem Weg begonnen. Die diesjährigen Wahlen zum Europäischen Parlament sind eine wichtige Gelegenheit, diesen Weg eigenständig und in Verantwortung für das gemeinsame Haus Europa weiterhin mitzugestalten.

Politische Bildung beschränkt sich in diesem Zusammenhang nicht auf bloße Wissensvermittlung. Sie eröffnet darüber hinaus besonders jungen Menschen einen Horizont zur Orientierung und zur verantwortlichen Mitwirkung in einer starken und vitalen Demokratie. Unsere Gesellschaft lebt von einer solchen Beteiligung und Mitgestaltung, die getragen ist von kritischem Denken, von Wissen um die eigene Geschichte und um die gesellschaftspolitischen globalen Zusammenhänge. Robert Schuman, einer der Gründungväter der Europäischen Union, hat einmal gesagt: „Europa lässt sich nicht mit einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung. Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen.“ Die „Aktionstage“ sind eine Einladung zu einer solchen reflektierten und verantworteten „Solidarität der Tat“ in Gegenwart und Zukunft auf Basis einer profilierten Mündigkeit der Bürgerinnen und Bürger.

Herzlich danke ich daher den Verantwortlichen im Regionalen Fachdidaktikzentrum, die auch für die diesjährigen „Aktionstage Politische Bildung“ wieder ein vielfältiges und profundes Programm vorbereitet haben. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag für eine lebendige Zivilgesellschaft und für eine zukunftsfähige Demokratie, in der sich besonders auch junge Menschen für Werte und für das Gemeinwohl engagieren und einsetzen können.
Ein steirisches „Glück auf!“

Hermann Schützenhöfer
Landeshauptmann der Steiermark

Die Aktionstage zur Politischen Bildung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Europa – Zukunft braucht Erinnerung“ stehen, bieten Institutionen und Organisationen eine Bühne, das für uns so wichtige Thema Europa in den Fokus zu rücken. Das Vertrauen in das „Friedensprojekt Europäische Union“ schwindet in unserer Zeit leider immer mehr. Um diesem Trend entgegenzuwirken und einen vertrauenswürdigen Weg in eine positive Zukunft Europas einzuschlagen, braucht es einen breiten Diskurs sowohl über Negatives als auch Positives, das die Europäische Union betrifft. Es braucht, um den Blick in die Zukunft richten zu können, immer das Wissen und das Verständnis über die geschichtlichen Zusammenhänge, die uns an diesen Punkt der Geschichte geführt haben. Europa war lange Zeit geprägt von Kriegen zwischen den Staaten, der, so der Grundgedanke einer Europäischen Union, nie wieder aufkeimen soll. Der Weg in eine positive und friedliche Zukunft in einem geeinten Europa kann nur dann von allen mitgetragen werden, wenn die Erinnerung an die dunklen Zeiten Europas stets als Mahnmal für eine positive Entwicklung steht.

Ich danke den Organisatorinnen und Organisatoren und wünsche allen Interessierten, allen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie allen Mitwirkenden interessante und erfolgreiche Aktionstage 2019 im Sinne eines Europas mit Zukunft!
Mit herzlichen Grüßen

Mag. Michael Schickhofer
Landeshauptmann-Stellvertreter der Steiermark

Demokratie und Frieden sind nicht selbstverständlich und unverletzbar, jedoch sind sie genau die Werte, die uns am besten ein Leben in Wohlstand und Frieden bewahren können. Daher bedarf es einer steten Achtsamkeit, um sie zu bewahren und zu schützen. Auch der heute jungen Generation muss bewusst gemacht werden, dass es noch nie in der Geschichte Europas eine so lange andauernde Zeit des ununterbrochenen Friedens gab, wie seit dem Ende des zweiten Weltkrieges – gedankt der Idee eines starken und geeinten Europas in Vielfalt.
Doch um dieses Bewusstsein zu schaffen, braucht es auch das Interesse der jungen Menschen. Diese für politische Bildung zu begeistern ist daher wesentlich. Tatkräftige Initiativen wie die Aktionstage „Politische Bildung“ sind daher höchst willkommen, um dieses dringend notwendige Interesse junger Leute zu wecken.

Das Verständnis demokratischer Prozesse wird durch sie ebenso gefördert wie das Verständnis für Gesellschaftsordnung, Prinzipien des Rechts oder politische Mitspracherechte. Das Vermitteln dieser förderungsnotwendigen Themenbereiche machen Demokratie bereits in jungen Jahren mit aktiver Partizipation spürbar und erlebbar.

Ich freue mich daher über die positive Entwicklung im Bereich der Bewusstseinsbildung junger Menschen und bin davon überzeugt, dass Initiativen wie die Aktionstage einen wichtigen Beitrag leisten zu einer politisch interessierten und aktiven Generation von Morgen.
Dr.in Bettina Vollath
Landtagspräsidentin

Eine Demokratie lebt davon, dass sich ihre Bürgerinnen und Bürger aktiv in die politische Gestaltung einbringen. Dafür ist es notwendig, politische Bildung für Menschen aller Altersgruppen entsprechend zu fördern. Genau das tut das „Regionale Fachdidaktikzentrum für Geschichte und Politische Bildung“ in der Steiermark seit vielen Jahren, etwa mit den jährlich stattfindenden Aktionstagen Politische Bildung.
Die heurige Ausgabe widmet sich der Zukunft Europas und damit einem höchst aktuellen Thema. Die Europäische Union steht derzeit in verschiedenen Bereichen vor bedeutenden Richtungsentscheidungen, die die Zukunft des gemeinsamen Europas und damit auch unseres Landes mitprägen werden. Als Europalandesrätin der Steiermark ist es mir ein großes Anliegen, die Steirerinnen und Steirer umfassend und transparent über Entwicklungen in der EU zu informieren. Auch dazu werden die Aktionstage Politische Bildung beitragen.

Ich danke Franz Rauscher und seinem Team sowie allen Institutionen und Unterstützern, die es mit ihrem Engagement ermöglichen, dass die Aktionstage heuer bereits zum 17. Mal in der ganzen Steiermark durchgeführt werden können.
Barbara Eibinger-Miedl
Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Europa, Wissenschaft und Forschung

„Demokratie ist die einzige Staatsform, die gelernt werden muss.“ Mit diesem Satz hat der bekannte Soziologe Oskar Negt den Nagel auf den Kopf getroffen. Eine funktionierende Demokratie braucht selbstbestimmte, reflektierende Menschen. Gibt es diese nicht, ist die Demokratie in Gefahr. Deshalb ist Bildung, insbesondere die politische Bildung, von großer Bedeutung. Sie ist der einzige Schutz, den es vor antidemokratischen Strömungen, deren Blendern und Rattenfängern gibt.
In politische Bildung zu investieren ist daher ein Gebot der Stunde. Dazu gehört auch, junge Menschen an politischen Prozessen zu beteiligen und sie an der Gestaltung ihres Lebensraumes teilhaben zu lassen.

Wie wichtig solche Maßnahmen sind, zeigen auch die Ergebnisse zweier unterschiedlicher Studien, durchgeführt von der Universität Wien und der Bertelsmann-Stiftung. Bei der Nationalratswahl 2013 haben 63 Prozent der 16- bis 17-Jährigen und 59 Prozent der 18- bis 21-Jährigen von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Dies ist im Vergleich zur gesamt-Wahlbeteiligung von 80 Prozent klar unterdurchschnittlich. Allerdings haben jene Jugendlichen, die sich selbst als politisch interessiert einstufen, oder der Meinung sind, dass sie über hohes politisches Wissen verfügen, mit 87 Prozent bzw. 85 Prozent überdurchschnittlich oft ihre Stimme abgegeben. Gleichzeitig kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Thema „Wählen mit 16“ zu dem Ergebnis, dass die Mobilisierung der Erstwählerinnen auch für die langfristige Entwicklung der Gesamtwahlbeteiligung von enormer Bedeutung ist. Daher muss alleine schon aus demokratiepolitischem Interesse alles getan werden, um Jugendliche ernsthaft an politischen Prozessen zu beteiligen und sie in diese zu integrieren.
Die Aktionstage Politische Bildung sind dazu eine wertvolle Ergänzung der Initiativen, die ich als Bildungs- und Jugendlandesrätin setze, damit Jugendlichen die demokratischen Prozesse kennenlernen können.

Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und wünsche gutes Gelingen!
Mag.a Ursula Lackner
Landesrätin für Bildung und Gesellschaft