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Auftakt 2020

Ort und Zeit:

ABGESAGT Landtag Steiermark, Rittersaal, 30.04.2020, 09:30-14:00 Uhr
Trotz der derzeit schwierigen Situation, wird vom Zentrum Polis ein Angebot in Form von eAktionstagen zur Verfügung gestellt.

Auch die Links zu unseren KooperationspartnerInnen sind weiter aktiv und werden nicht gelöscht.


Den Inhalt der heurigen Auftaktveranstaltung möchten wir gerne im kommenden Jahr neuerlich bearbeiten:

Gemeinsam mit den Zielgruppen der Politischen Bildung (Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrpersonen) beschäftigen wir uns mit Mechanismen, Möglichkeiten und Grenzen politischer Beteilung in Österreich.
In mehreren Workshops mit Akteurinnen und Akteuren, die Menschen vertreten, die aus unterschiedlichen Gründen ohne uneingeschränkten Zugang zum politischen Willensbildungsprozess sind, haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Gelegenheit, sich aktiv mit der Thematik auseinanderzusetzen. Die Ergebnisse der Workshops werden in eine Podiumsdiskussion getragen, abschießend folgt ein Impulsreferat zu den Chancen und Grenzen politischer Beteiligung.

„Wahlen sind in einer Demokratie ein grundlegendes Recht der Menschen, um ihr Parlament und damit indirekt auch ihre Regierung in regelmäßigen Abständen neu wählen zu können. […] Wer wen, wie wählt, hat sich dabei immer wieder verändert. Und auch heute wird nicht überall auf der Welt auf die gleiche Art und Weise gewählt.“

Demokratiewebstatt des österr. Parlaments

Programm:
ab 09.00 Uhr
Eintreffen der Besucher im Rittersaal

ab 09.00 Uhr
09.30 Uhr
Begrüßung und Grußworte

Musikalische Beiträge: Chor Superar Steiermark
Überleitung zu den Workshops

09.30 Uhr
10.10-11.30 Uhr
Workshops in 5/6 Gruppen mit VertreterInnen folgender Institutionen:

MigrantInnenbeirat Graz
Kinderbüro Graz
Omas gegen Rechts
Forschungsbüro Menschenrechte
InitiatorInnen von Volksbegehren
beteiligung.st

10.10-11.30 Uhr
Ca. 11.45-12.15 Uhr
Podium mit Stimmungsbild und Botschaft der Zielgruppen aus den Workshops

Ca. 11.45-12.15 Uhr
Ca. 12.30-13.15 Uhr
Impulsreferat Dr. Gerd Valchars

Wahlrecht für alle? Über die wachsende Wahlrechtslücke und die defizitäre Demokratie in Österreich

Kurzbiografie:
Dr. Gerd Valchars, Politikwissenschafter mit den Schwerpunkten österreichische Regimelehre, Citizenship und Migration, lehrt an den Universitäten Wien und Klagenfurt, der Fachhochschule FH Campus Wien und am Institute of European Studies, Vienna und forscht zu den Themen Staatsbürgerschaft und Wahlrecht. Länderexperte Österreich des Global Citizenship Observatory am Europäischen Hochschulinstitut (EUI), Florenz und Länderkoordinator Österreich der European Web Site on Integration für die Migration Policy Group.

Zum Vortrag:
Die Geschichte des österreichischen Wahlrechts ist eine Geschichte der Auseinandersetzung um seine Ausweitung. Die historischen Wahlrechtskämpfe konnten erreichen, dass schrittweise immer weiteren Teilen der Bevölkerung das Recht auf politische Partizipation und Mitbestimmung eingeräumt wurde. Politische Teilhabe wurde von einem Privileg Weniger zu einem Recht der Allgemeinheit. Diese Entwicklung hat sich in den letzten Jahren umgekehrt, aktuell wird das Wahlrecht in Österreich wieder exklusiver. Ein stetig steigender Anteil der Bevölkerung ist vom Wahlrecht ausgeschlossen. Die Verknüpfung des Wahlrechts mit der Staatsbürgerschaft und äußerst restriktive Kriterien für die Einbürgerung führen dazu, dass Wohn- und Wahlbevölkerung immer weiter auseinanderdriften. Eine wachsende Wahlrechtslücke tut sich auf und die Demokratie verliert an Inklusivität und Legitimation. Betroffen davon sind nicht nur die unmittelbar vom Wahlrecht Ausgeschlossenen selbst, sondern das politische System als Ganzes.

Ca. 12.30-13.15 Uhr
Ab ca. 13.15 Uhr
Abschluss und Einladung zum Buffet

Ab ca. 13.15 Uhr

Gruß- und Geleitworte:

„Sich aktiv mit Politik, Demokratie und Geschichte auseinanderzusetzen, ist eine ganz wesentliche Kulturfertigkeit! Eine Notwendigkeit, die insbesondere junge Menschen erlernen sollen um zu erkennen, welche Verantwortung und Rechte sie heute – von Generationen davor hart errungen – haben und ausüben können.
Mitreden, sich einbringen, das gesellschaftliche Umfeld mitgestalten zu können sind schützens- und ausübenswerte Privilegien.
Die Aktionstage Politische Bildung sind eine ganz wunderbare Plattform, welche Demokratie- und Politikbildung im Fokus hat.
Ich danke allen Verantwortlichen dieses erfolgreichen Formates sowie allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern ganz herzlich und wünsche der Auftaktveranstaltung im Landhaus einen guten Verlauf!“

Gabriele KOLAR, Zweite Präsidentin Landtag Steiermark


Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Helmut Kohl hat es auf den Punkt gebracht: „Demokratie muss sich bewähren in Zeiten der Herausforderung und Bedrängnis, sie erfordert Mut und Stehvermögen.“ Gerade in dieser herausfordernden Zeit ist es von großer Bedeutung, dass Bürgerinnen und Bürger in einer Demokratie über politische Bildung verfügen. Es braucht aber in erster Linie auch Menschen, die aktiv an der Zukunft eines Landes mitwirken und gestalten wollen.

Die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus sind sehr gute Beispiele dafür, was Politik leisten kann und wofür sie verantwortlich ist – nämlich für das Wohlergehen einer Nation und der in ihr lebenden Menschen. Es ist die politische Bildung, die von Nöten ist, um zu verstehen und nachvollziehen zu können, warum Dinge in unserer mittelbaren und unmittelbaren Umgebung geschehen. Politik ist bekanntlich überall und geschieht rund um die Uhr, nicht nur dann, wenn Wahlen vor der Tür stehen.

Vor allem jetzt, in Stunden wie diesen, braucht es deshalb den Mut und die Überzeugung, alle Bürgerinnen und Bürger ins Boot zu holen und zu erklären, welche politischen Maßnahmen zu welchen Resultaten geführt haben. Wir dürfen uns nicht davor scheuen, die Wahrheit zu sagen. Sie schützt Menschen vor den vielzitierten „Fake News“ und der Verbreitung von Unsicherheit und Missverständnis. Aber nicht nur während einer weltweiten Pandemie ist politische Bildung von hohes Gut.

Die Aktionstage der politischen Bildung sind seit Jahren ein fester Bestandteil eines umfangreichen Bildungspaketes. Leider ist es 2020 durch die Beschränkungen des öffentlichen Lebens nicht möglich, die Aktionen in gewohnter Form durchzuführen und wie ich finde, war es ein moderner und wichtiger Schritt, die eAktionstage ins Leben zu rufen. Wir leben in herausfordernden Zeiten und brauchen mündige Bürgerinnen und Bürger, um in eine positive demokratische Zukunft blicken zu können. Ich bin mir sicher, dass wir für alle anstehenden Herausforderungen gut gerüstet sind und wünsche nur das Beste für die Aktionstage 2020.

(c) Jakob Glaser

Dr.in Juliane BOGNER-STRAUSS, Landesrätin für Bildung, Gesellschaft, Gesundheit und Pflege


Weiterführende und Vertiefenden Angebote

In enger Kooperation mit dem RFDZ Geschichte Politische Bildung bieten unterschiedliche Institutionen im Zuge der Aktionstage Politische Bildung 2020 zusätzliche Programmschwerpunkte für Gruppen/Klassen an.

Für mehr Infos hier klicken.


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Aktionstage Archiv

Auftakt 2019

EUROPA.ERINNERUNG.ZUKUNFT

AUFTAKTVERANSTALTUNG

ZU DEN AKTIONSTAGEN POLITISCHE BILDUNG

unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen

Mittwoch, 24. April 2019, 14:30 Uhr / Rittersaal im Landtag Steiermark

Wie können wir Österreichs Rolle in Europa reflektieren? Was hat sich vor allem seit dem Votum für den EU-Beitritt an dieser Rolle Österreichs verändert?

Wie sehen Österreicherinnen und Österreicher (Lehrpersonen, Studierende, Schülerinnen und Schüler) die Zukunft – Stichwort: „Europa in 25 Jahren“?

Die Auftaktveranstaltung zu den „Aktionstagen Politische Bildung“ unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen nimmt das 25-jährige Jubiläum zur Volksabstimmung zum EU-Beitritt zum Anlass, um historische und aktuelle Blicke auf „Europa“ zu werfen und Zukunftsszenarien mit Schülerinnen und Schülern, Studierenden und Lehrenden zu entwerfen.

PROGRAMM

Musikalischer Beginn und Grußworte

Vortrag: „Europa – Zukunft braucht Erinnerung“

Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr.phil. Anita ZIEGERHOFER, Karl-Franzens-Universität Graz

Workshops mit abschließender Podiumsdiskussion

Einladung zum Buffet

Workshop-Leiterinnen:

Richard GIEFING, Jus-Student an der KF Uni Graz, derzeit Praktikant im Steiermark-Büro in Brüssel und Mitglied der Europäischen Föderalisten Steiermark

Mag. Peter KURRI, Projektmanagement (Schwerpunkt Berufschul-Workshoptour  „EUROPA #wasistjetzt“) und wissenschaftlicher Mitarbeiter / Österreichische Gesellschaft für Europapolitik, Wien

Mag.a Tina OBERMOSER, Europe Direct Steiermark, Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Abteilung 9

Mag. Stefan RIEDL, Historiker, Reiseführer, Diplomatische Akademie, Partei-Referent für Außen- und Europapolitik, 2010 Praktikant in der Europäische Kommission, bis 2014 Assistent im Europäischen Parlament

Mag. Thomas STIEGMAIER, Flughafen Wien, früher: Assistent von Evelyn Regner im EP in Brüssel und wissenschaftlicher Mitarbeiter, Österreichische Gesellschaft für Europapolitik, Wien

ZUM VORTRAG:

Vor 25 Jahren stimmten die ÖsterreicherInnen mehrheitlich für den Beitritt zur EU. Aus diesem Anlass soll ein kurzer Blick auf die Vorläufer der EU geworfen und der Anteil Österreichs am europäischen Integrationsprozess aufgezeigt werden. Schließlich wird Österreichs Rolle als Mitgliedstaat der EU kritisch beleuchtet. Darauf aufbauend können Visionen für ein weiterhin friedliches und buntes Zusammenleben in der EU entworfen werden – denn Zukunft braucht Erinnerung.

Geleitworte zu den Aktionstagen Politische Bildung

Die diesjährigen Aktionstage Politische Bildung stehen unter dem Leitwort „Europa – Zukunft braucht Erinnerung“. Erinnerung trägt wesentlich dazu bei, die eigene Identität auszuprägen und darauf aufbauend einen Weg in eine gelingende Zukunft zu gehen. Vor 25 Jahren haben wir Österreicherinnen und Österreicher mit unserem „Ja“ in der Volksabstimmung über den Beitritt zur Europäischen Union eine besondere Etappe auf diesem Weg begonnen. Die diesjährigen Wahlen zum Europäischen Parlament sind eine wichtige Gelegenheit, diesen Weg eigenständig und in Verantwortung für das gemeinsame Haus Europa weiterhin mitzugestalten.

Politische Bildung beschränkt sich in diesem Zusammenhang nicht auf bloße Wissensvermittlung. Sie eröffnet darüber hinaus besonders jungen Menschen einen Horizont zur Orientierung und zur verantwortlichen Mitwirkung in einer starken und vitalen Demokratie. Unsere Gesellschaft lebt von einer solchen Beteiligung und Mitgestaltung, die getragen ist von kritischem Denken, von Wissen um die eigene Geschichte und um die gesellschaftspolitischen globalen Zusammenhänge. Robert Schuman, einer der Gründungväter der Europäischen Union, hat einmal gesagt: „Europa lässt sich nicht mit einem Schlage herstellen und auch nicht durch eine einfache Zusammenfassung. Es wird durch konkrete Tatsachen entstehen, die zunächst eine Solidarität der Tat schaffen.“ Die „Aktionstage“ sind eine Einladung zu einer solchen reflektierten und verantworteten „Solidarität der Tat“ in Gegenwart und Zukunft auf Basis einer profilierten Mündigkeit der Bürgerinnen und Bürger.

Herzlich danke ich daher den Verantwortlichen im Regionalen Fachdidaktikzentrum, die auch für die diesjährigen „Aktionstage Politische Bildung“ wieder ein vielfältiges und profundes Programm vorbereitet haben. Sie leisten damit einen wesentlichen Beitrag für eine lebendige Zivilgesellschaft und für eine zukunftsfähige Demokratie, in der sich besonders auch junge Menschen für Werte und für das Gemeinwohl engagieren und einsetzen können.
Ein steirisches „Glück auf!“

Hermann Schützenhöfer
Landeshauptmann der Steiermark

Die Aktionstage zur Politischen Bildung, die in diesem Jahr unter dem Motto „Europa – Zukunft braucht Erinnerung“ stehen, bieten Institutionen und Organisationen eine Bühne, das für uns so wichtige Thema Europa in den Fokus zu rücken. Das Vertrauen in das „Friedensprojekt Europäische Union“ schwindet in unserer Zeit leider immer mehr. Um diesem Trend entgegenzuwirken und einen vertrauenswürdigen Weg in eine positive Zukunft Europas einzuschlagen, braucht es einen breiten Diskurs sowohl über Negatives als auch Positives, das die Europäische Union betrifft. Es braucht, um den Blick in die Zukunft richten zu können, immer das Wissen und das Verständnis über die geschichtlichen Zusammenhänge, die uns an diesen Punkt der Geschichte geführt haben. Europa war lange Zeit geprägt von Kriegen zwischen den Staaten, der, so der Grundgedanke einer Europäischen Union, nie wieder aufkeimen soll. Der Weg in eine positive und friedliche Zukunft in einem geeinten Europa kann nur dann von allen mitgetragen werden, wenn die Erinnerung an die dunklen Zeiten Europas stets als Mahnmal für eine positive Entwicklung steht.

Ich danke den Organisatorinnen und Organisatoren und wünsche allen Interessierten, allen Unterstützerinnen und Unterstützern sowie allen Mitwirkenden interessante und erfolgreiche Aktionstage 2019 im Sinne eines Europas mit Zukunft!
Mit herzlichen Grüßen

Mag. Michael Schickhofer
Landeshauptmann-Stellvertreter der Steiermark

Demokratie und Frieden sind nicht selbstverständlich und unverletzbar, jedoch sind sie genau die Werte, die uns am besten ein Leben in Wohlstand und Frieden bewahren können. Daher bedarf es einer steten Achtsamkeit, um sie zu bewahren und zu schützen. Auch der heute jungen Generation muss bewusst gemacht werden, dass es noch nie in der Geschichte Europas eine so lange andauernde Zeit des ununterbrochenen Friedens gab, wie seit dem Ende des zweiten Weltkrieges – gedankt der Idee eines starken und geeinten Europas in Vielfalt.
Doch um dieses Bewusstsein zu schaffen, braucht es auch das Interesse der jungen Menschen. Diese für politische Bildung zu begeistern ist daher wesentlich. Tatkräftige Initiativen wie die Aktionstage „Politische Bildung“ sind daher höchst willkommen, um dieses dringend notwendige Interesse junger Leute zu wecken.

Das Verständnis demokratischer Prozesse wird durch sie ebenso gefördert wie das Verständnis für Gesellschaftsordnung, Prinzipien des Rechts oder politische Mitspracherechte. Das Vermitteln dieser förderungsnotwendigen Themenbereiche machen Demokratie bereits in jungen Jahren mit aktiver Partizipation spürbar und erlebbar.

Ich freue mich daher über die positive Entwicklung im Bereich der Bewusstseinsbildung junger Menschen und bin davon überzeugt, dass Initiativen wie die Aktionstage einen wichtigen Beitrag leisten zu einer politisch interessierten und aktiven Generation von Morgen.
Dr.in Bettina Vollath
Landtagspräsidentin

Eine Demokratie lebt davon, dass sich ihre Bürgerinnen und Bürger aktiv in die politische Gestaltung einbringen. Dafür ist es notwendig, politische Bildung für Menschen aller Altersgruppen entsprechend zu fördern. Genau das tut das „Regionale Fachdidaktikzentrum für Geschichte und Politische Bildung“ in der Steiermark seit vielen Jahren, etwa mit den jährlich stattfindenden Aktionstagen Politische Bildung.
Die heurige Ausgabe widmet sich der Zukunft Europas und damit einem höchst aktuellen Thema. Die Europäische Union steht derzeit in verschiedenen Bereichen vor bedeutenden Richtungsentscheidungen, die die Zukunft des gemeinsamen Europas und damit auch unseres Landes mitprägen werden. Als Europalandesrätin der Steiermark ist es mir ein großes Anliegen, die Steirerinnen und Steirer umfassend und transparent über Entwicklungen in der EU zu informieren. Auch dazu werden die Aktionstage Politische Bildung beitragen.

Ich danke Franz Rauscher und seinem Team sowie allen Institutionen und Unterstützern, die es mit ihrem Engagement ermöglichen, dass die Aktionstage heuer bereits zum 17. Mal in der ganzen Steiermark durchgeführt werden können.
Barbara Eibinger-Miedl
Landesrätin für Wirtschaft, Tourismus, Europa, Wissenschaft und Forschung

„Demokratie ist die einzige Staatsform, die gelernt werden muss.“ Mit diesem Satz hat der bekannte Soziologe Oskar Negt den Nagel auf den Kopf getroffen. Eine funktionierende Demokratie braucht selbstbestimmte, reflektierende Menschen. Gibt es diese nicht, ist die Demokratie in Gefahr. Deshalb ist Bildung, insbesondere die politische Bildung, von großer Bedeutung. Sie ist der einzige Schutz, den es vor antidemokratischen Strömungen, deren Blendern und Rattenfängern gibt.
In politische Bildung zu investieren ist daher ein Gebot der Stunde. Dazu gehört auch, junge Menschen an politischen Prozessen zu beteiligen und sie an der Gestaltung ihres Lebensraumes teilhaben zu lassen.

Wie wichtig solche Maßnahmen sind, zeigen auch die Ergebnisse zweier unterschiedlicher Studien, durchgeführt von der Universität Wien und der Bertelsmann-Stiftung. Bei der Nationalratswahl 2013 haben 63 Prozent der 16- bis 17-Jährigen und 59 Prozent der 18- bis 21-Jährigen von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Dies ist im Vergleich zur gesamt-Wahlbeteiligung von 80 Prozent klar unterdurchschnittlich. Allerdings haben jene Jugendlichen, die sich selbst als politisch interessiert einstufen, oder der Meinung sind, dass sie über hohes politisches Wissen verfügen, mit 87 Prozent bzw. 85 Prozent überdurchschnittlich oft ihre Stimme abgegeben. Gleichzeitig kommt eine Studie der Bertelsmann-Stiftung zum Thema „Wählen mit 16“ zu dem Ergebnis, dass die Mobilisierung der Erstwählerinnen auch für die langfristige Entwicklung der Gesamtwahlbeteiligung von enormer Bedeutung ist. Daher muss alleine schon aus demokratiepolitischem Interesse alles getan werden, um Jugendliche ernsthaft an politischen Prozessen zu beteiligen und sie in diese zu integrieren.
Die Aktionstage Politische Bildung sind dazu eine wertvolle Ergänzung der Initiativen, die ich als Bildungs- und Jugendlandesrätin setze, damit Jugendlichen die demokratischen Prozesse kennenlernen können.

Ich danke allen Beteiligten für ihr Engagement und wünsche gutes Gelingen!
Mag.a Ursula Lackner
Landesrätin für Bildung und Gesellschaft

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Aktionstage Archiv

Aktionstage 2018

Grußworte

Bei den diesjährigen Aktionstagen Politische Bildung mit dem Thema „Österreichbilder von jungen Menschen“ wird insbesondere die Vielfalt unseres Landes in den Mittelpunkt gestellt. Dies ist vor allem im Hinblick auf das umfassende Gedenkjahr 2018 von großer Bedeutung, liefern diese Österreichbilder doch eine zukunftsorientierte Sicht auf unsere Republik. Gleichzeitig ermöglichen diese bundesweiten Aktionstage, zu denen in der Steiermark in bewährter Art und Weise vom Regionalen Fachdidaktikzentrum zahlreiche Initiativen gesetzt werden, die Jugendlichen für politische Bildung zu begeistern. Eine starke Demokratie lebt von der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, sie muss deshalb tief in der Gesellschaft verwurzelt sein und von ihr getragen werden. Aus diesem Grund kommt der politischen Bildung eine besonders große Bedeutung zu. Es ist unerlässlich, dass jene, die über die Zukunft unseres Landes mitentscheiden, in der Lage sind, sich eine eigene fundierte Meinung zu bilden. Politische Bildung ist viel mehr als das Vermitteln von Wissen, politische Bildung bietet Orientierung und erweitert die persönlichen Handlungskompetenzen der Menschen. Zusammenhänge werden erläutert, Positionen erklärt und Impulse für eigene Aktivitäten gesetzt. Umfassende politische Bildung sorgt deshalb für reflektiertes Handeln und mündige Bürgerinnen und Bürger.

An dieser Stelle danke ich allen Verantwortlichen des Regionalen Fachdidaktikzentrums, die für die „Aktionstage Politische Bildung“ ein breites und abwechslungsreiches Programm erarbeitet haben und damit dazu beitragen, dass unsere Demokratie auch in Zukunft von engagierten Bürgerinnen und Bürgern getragen wird.

Ein steirisches „Glück auf!“

Hermann Schützenhöfer
Landeshauptmann der Steiermark

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Aktionstage Archiv

Auftakt 2018

ÖSTERREICH-BILDER

AUFTAKTVERANSTALTUNG

ZU DEN AKTIONSTAGEN POLITISCHE BILDUNG

unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen

Montag, 23. April 2018, 14:30 Uhr / Rittersaal im Landtag Steiermark

Was heißt eigentlich „typisch österreichisch“?

Und vor allem: Was sagt die österreichische Jugend – mit und ohne Migrationshintergrund – dazu?

Welche Rolle spielen Ereignisse oder Personen aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Sport für die österreichische Identitätsbildung? Welche Österreich-Bilder haben sich als fixer Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses etabliert? Welche Symbole begründen charakteristische Identitätsmerkmale und stehen für positives oder negatives Image? Und welche unterschiedlichen Identitäten und Widersprüche können identifiziert werden?

Die Auftaktveranstaltung zu den „Aktionstagen Politische Bildung“ (Infos siehe Folder anbei) unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Dr. Alexander Van der Bellen nimmt das Gedenkjahr 2018 zum Anlass, um historische und aktuelle Österreich-Bilder zu eruieren und deren Auswirkungen auf die österreichische Gesellschaft und Politik zu diskutieren.

PROGRAMM

Musikalischer Beginn und Grußworte

Vortrag: „Das Österreich-Bild von 15- bis 16-jährigen AHS-SchülerInnen“

(Projektteam: Univ.-Prof. Dr. Alois Ecker, Karl-Franzens-Universität Graz)

Podiumsdiskussion

Einladung zum Buffet

PODIUM:

Univ.-Prof Dr. Alois Ecker, Karl-Franzens-Universität Graz/Fachdidaktik Geschichte, Sozialkunde und Politische Bildung

Dr.in Petra Bernhardt, Universität Wien/Politikwissenschaft

DDr. Hubert Sickinger, Universität Wien/Politikwissenschaft und wissenschaftlicher Mitarbeiter des Instituts für Konfliktforschung

Mag. Gregor Stuhlpfarrer, Journalist/ORF, Abteilung Bildung und Zeitgeschehen

Michelle Rupp, Schülerin der 8A / BRG Körösi

Moderation: Univ.-Prof.in Mag.a Dr.in Anita Ziegerhofer, Karl-Franzens-Universität Graz

ZUM VORTRAG:

Welche Facetten des historischen Österreich-Bildes sind den heute 15-16jährigen AHS-SchülerInnen geläufig bzw. welche anderen Bilder verknüpfen sie mit Österreich? Der Vortrag präsentiert eine empirische Erhebung zu Trends im Wissensstand und in den freien Assoziationen von SchülerInnen zu ihren Bildern über Österreich und thematisiert ein buntes Konglomerat an Images und Klischees.

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Aktionstage 2017

Grußworte

Eine starke Demokratie lebt von der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, sie muss deshalb tief in der Gesellschaft verwurzelt sein und von ihr getragen werden. Aus diesem Grund kommt der politischen Bildung eine besonders große Bedeutung zu. Es ist unerlässlich, dass jene, die über die Zukunft unseres Landes mitentscheiden, in der Lage sind, sich eine eigene fundierte Meinung zu bilden. Wir leben in einer Zeit, die von einem unglaublich schnellen Tempo beherrscht wird. Nachrichten und Informationen werden in einer Geschwindigkeit rund um den Globus verbreitet, die ihresgleichen sucht. Die Möglichkeiten sich zu informieren werden immer mehr. Umso wichtiger ist es, die vorhandenen Informationen richtig einordnen und für sich daraus die richtigen Schlüsse ziehen zu können. Politische Bildung ist daher viel mehr als das Vermitteln von Wissen, politische Bildung bietet Orientierung und erweitert die persönlichen Handlungskompetenzen der Menschen. Zusammenhänge werden erläutert, Positionen erklärt und Impulse für eigene Aktivitäten gesetzt. Umfassende politische Bildung sorgt deshalb für reflektiertes Handeln und mündige Bürgerinnen und Bürger.

An dieser Stelle danke ich allen Verantwortlichen des regionalen Fachdidaktikzentrums, die für die „Aktionstage Politische Bildung“ ein breites und abwechslungsreiches Programm erarbeitet haben und damit dazu beitragen, dass unsere Demokratie auch in Zukunft von engagierten Bürgerinnen und Bürgern getragen wird.

Ein steirisches „Glück auf!“
Hermann Schützenhöfer
Landeshauptmann der Steiermark

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Auftakt 2017

SPRACHE MACHT POLITIK 

Sprache schafft Realität, Sprache verändert Realität, Sprache zerstört Realität. Die Grenzen der Sprache sind die Grenzen der Politik, könnte man in Abwandlung des berühmten Wittgenstein-Zitats konstatieren. Einerseits dient Sprache dazu, sich über politische Probleme zu verständigen und gesellschaftliche Kompromisse zu erarbeiten. Andererseits war und ist sie zugleich ein Mittel, um das öffentliche Bewusstsein und auch Wahlentscheidungen zu beeinflussen.
Es ist daher eine der wesentlichen Aufgaben von Politischer Bildung in einer demokratischen Gesellschaft, die Rolle der Sprache in Politik und öffentlichen Diskursen kritisch zu beleuchten:

  • Welche Funktionen übernimmt Sprache in der Politik?
  • Welcher Kommunikationsformen und sprachlicher Mittel bedienen sich PolitikerInnen und die Öffentlichkeit im aktuellen politischen Diskurs?
  • Welche Problemfelder und Herausforderungen für eine demokratische Gesellschaft können festgestellt werden?
  • Welche Aufgaben kommen diesbezüglich Politischen BildnerInnen zu?

 
Die Veranstaltung thematisiert Merkmale und aktuelle Entwicklungen des Sprachgebrauchs in öffentlich-politischen Diskursen, die Rolle der sozialen und traditionellen Medienkommunikation und deren Einfluss auf aktuelle politische Entwicklungen.

Details zur Auftaktveranstaltung:

DATUM: Donnerstag, 27.04.

ZEIT: 14:30 bis 16:30 Uhr

ORT: Rittersaal im Landtag Steiermark 

ABLAUF

  • Grußworte
  • Vortrag zum Thema (Sprache.Macht.Politik im Spiegel neuer Medien): Dr. Axel Maireder, Gfk
  • Podiumsdiskussion (pro Person ein fünfminütiges Impulsreferat mit anschließender Debatte)
    Mag. Claudia Gigler, Kleine Zeitung (Fokus: Medien)
    Univ.-Prof Dr. Alois Ecker, Universität Wien (Fokus: Politische Bildung)
    Dr. Axel Maireder, Gfk (Fokus: Politische Kommunikation/Social Media)
    HDir. Franz Majcen, Landtagspräsident a.D. (Fokus: Landespolitik) 
    Dr. Georg Marschnig, Karl-Franzens-Universität Graz (Fokus: Sprache)

    Moderation: Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr.phil. Anita Ziegerhofer Karl-Franzens-Universität Graz
  • Eröffnungsstatements: von Vertreterinnen und Vertretern der steirischen Politik, der Karl-Franzens-Universität Graz und den steirischen Hochschulen

Zielpublikum: Lehrerinnen, Lehrer und Lehrende tertiärer Bildungseinrichtungen aus den Fachbereichen Geschichte und Politische Bildung, Studierende diverser Lehrveranstaltungen zur Politischen Bildung sowie Organisationen und Institutionen aus Kunst und Kultur.